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Monolith modernisieren: Übergang zu Microservices
Viele Unternehmen betreiben stabile, aber schwer erweiterbare monolithische Systeme. Statt kompletter Neuentwicklung ist oft ein schrittweiser Übergang zu modularen Architekturen sinnvoll, mit weniger Risiko im laufenden Betrieb.
Was ist das Problem mit monolithischen Systemen?
Monolithische Architekturen bündeln viele Funktionen in einer einzigen Anwendung. Das kann zu Beginn sinnvoll sein, führt jedoch mit zunehmender Komplexität zu strukturellen Herausforderungen.
Typische Probleme:
- Änderungen betreffen oft das gesamte System
- Neue Funktionen lassen sich nur schwer integrieren
- Skalierung ist nur als Gesamtsystem möglich
- Fehlende oder unklare Schnittstellen
- Hohe Abhängigkeiten zwischen Komponenten
Diese Faktoren erschweren die Weiterentwicklung und Integration neuer Technologien wie Cloud, Datenplattformen oder KI.

Monolith oder Microservices: keine Entweder-oder-Entscheidung
Nicht jedes System muss vollständig in Microservices zerlegt werden. In vielen Projekten ist ein hybrider Ansatz sinnvoll, bei dem bestehende Systeme schrittweise weiterentwickelt werden.
Bessere Erweiterbarkeit
Klar definierte Schnittstellen
Kontrollierte Entkopplung von Funktionen
Integration neuer Komponenten
Typische Ansätze zur Modernisierung
Die Umstellung von monolithischen Systemen erfolgt in der Regel schrittweise und entlang klar definierter Architekturmuster.
Modularisierung und Entkopplung
Bestehende Anwendungen werden in logisch getrennte Komponenten aufgeteilt. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren und einzelne Bereiche unabhängig weiterentwickeln zu können.
API-Schicht und Integration
Durch den Aufbau von Schnittstellen werden bestehende Systeme geöffnet. Neue Funktionen oder externe Systeme können über APIs angebunden werden, ohne den Kern des Systems direkt zu verändern.
Strangler Pattern
Neue Funktionen werden außerhalb des bestehenden Systems entwickelt und schrittweise übernommen. Der Monolith wird dadurch nach und nach entlastet, ohne ihn abrupt zu ersetzen.
Schrittweise Migration zu Microservices
Einzelne Funktionen oder Module werden gezielt in eigenständige Services überführt. Diese können unabhängig entwickelt, betrieben und skaliert werden.
Rolle von Daten und Plattformen
Mit zunehmender Modularisierung steigt die Bedeutung einer klaren Daten- und Integrationsarchitektur. Daten müssen zwischen Systemen ausgetauscht und konsistent verarbeitet werden.
In vielen Projekten entstehen dadurch:
- Zentrale Datenplattformen
- Integrationsschichten
- Eventbasierte Architekturen
Diese bilden die Grundlage für weiterführende Anwendungen wie Analyse oder Machine Learning.
Typische Herausforderungen bei der Modernisierung monolithischer Systeme
Die Modernisierung monolithischer Systeme ist kein rein technisches Thema.
Häufig ergeben sich zusätzliche Herausforderungen:
- Sicherstellung des laufenden Betriebs
- Umgang mit gewachsenen Datenstrukturen
- Fehlende Dokumentation
- Hohe Komplexität bestehender Systeme
- Integration in bestehende IT- und OT-Landschaften
Eine erfolgreiche Modernisierung erfordert daher ein strukturiertes Vorgehen und Erfahrung mit komplexen Systemen.
Wie ICS vorgeht
ICS begleitet Unternehmen bei der Modernisierung bestehender Softwaresysteme, von der Analyse bis zur Umsetzung.
Typisches Vorgehen:
- Analyse bestehender Systemarchitektur
- Identifikation von Abhängigkeiten und kritischen Komponenten
- Definition einer schrittweisen Modernisierungsstrategie
- Umsetzung von Schnittstellen, Modulen oder Services
- Integration in bestehende Systemlandschaften
Dabei liegt der Fokus auf einer kontrollierten Weiterentwicklung, die den laufenden Betrieb nicht gefährdet.
Wann sich die Modernisierung lohnt
Eine Modernisierung ist besonders sinnvoll, wenn:
- Neue Funktionen regelmäßig integriert werden müssen
- Systeme schwer erweiterbar sind
- Schnittstellen fehlen
- Skalierung an Grenzen stößt
- Neue Technologien integriert werden sollen
FAQ - Häufige Fragen zur COBOL-Modernisierung
Wie lange kann man COBOL-Systeme noch betreiben?
Solange die Hardware und das Know-how verfügbar sind – theoretisch unbegrenzt. Praktisch wird es aber zunehmend schwierig, weil erfahrene Entwickler fehlen und neue Anforderungen (Schnittstellen, Security, Cloud-Integration) nicht mehr abbildbar sind. Wir helfen, Systeme stabil zu halten und rechtzeitig einen sicheren Übergang zu planen.
Müssen wir unser COBOL-System komplett neu entwickeln?
Ob Replatforming, Wrapping oder Refactoring – wir wählen im ersten Schritt gemeinsam die Variante, die zu Ihrem Budget und Risikoappetit passt.
Wie läuft eine typische COBOL-Migration ab?
Wir starten immer mit einer Analyse Ihres Systems – Architektur, Abhängigkeiten, Codequalität, Betrieb. Danach folgt die Stabilisierung und Dokumentation. Erst wenn alles nachvollziehbar ist, planen wir Migration.
Wie schnell können Sie unterstützen?
In der Regel kurzfristig. Unsere COBOL- und Mainframe-Entwickler können bestehende Systeme übernehmen, ohne lange Einarbeitung. Ob akute Fehlerbehebung oder langfristige Migration: wir starten dort, wo Sie gerade stehen.
Können wir alte COBOL-Logik in moderne Sprachen übertragen?
Ja, wir refaktorisieren COBOL-Code oder übertragen ihn nach Java, .NET oder andere Programmiersprachen, ohne dass wichtige Geschäftslogik verloren geht.
Das Ziel ist immer: funktional gleichwertig, aber zukunftssicher.
Was kostet eine COBOL-Migration?
Das hängt stark vom System ab: Größe, Abhängigkeiten, Zielplattform.
Darum bieten wir keine Pauschalpreise, sondern eine kostenlose Erstbewertung an: Wir prüfen Code, Architektur und Modernisierungsoptionen – und geben danach eine realistische Einschätzung.
Was passiert, wenn unser letzter COBOL-Entwickler das Unternehmen verlässt?
Dann übernehmen wir. Wir sichern Wissen, dokumentieren den Code und sorgen für den stabilen Betrieb. Auf Wunsch übernehmen wir den kompletten Support oder bauen Ihr Team schrittweise in neue Technologien auf.
Welche Branchen betreuen Sie?
Unsere COBOL-Projekte stammen aus der Industrie und dem Automotive-Umfeld, wo langlebige Systeme und hohe Verfügbarkeit entscheidend sind.
Gemeinsam ist allen Projekten: sicherheitskritische Prozesse, stabile Abläufe und die Notwendigkeit, bewährte Logik in die Zukunft zu überführen.
Genau das ist unser Spezialgebiet – Software, die seit Jahrzehnten läuft und weiterlaufen muss.