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Risikoanalyse für Bahnsysteme

Gefährdungen erkennen, Risiken bewerten und Sicherheit nachweisen.

ICS unterstützt Hersteller, Betreiber und Systemintegratoren bei der Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen für sicherheitskritische Bahnsysteme. Von der systematischen Gefährdungsidentifikation über FMEA und FTA bis zur Ableitung von Sicherheitsmaßnahmen und Unterstützung bei Sicherheitsnachweisen nach EN 50126 und EN 50129. Auch bei Änderungen im Rahmen von CSM RA.

Safety Risikoanalyse ICS GmbH

Risikoanalysen für sichere Bahnsysteme

Risikoanalysen sind ein zentraler Bestandteil der funktionalen Sicherheit in der Bahntechnik. Sie dienen dazu, mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung festzulegen.

Dabei müssen sowohl einzelne Komponenten und Funktionen als auch das Zusammenspiel komplexer Systeme und Schnittstellen berücksichtigt werden.

Die ICS unterstützt bei der strukturierten Durchführung und Dokumentation von Risikoanalysen über den gesamten Entwicklungs- und Änderungsprozess. Mithilfe von Risikoanalyse werden zusätzliche Sicherheitsanforderungen spezifiziert, die wiederum durch Verifikation und Validierung geprüft werden. Die Ergebnisse fließen in die Sicherheitsnachweisführung ein.

Unsere Leistungen im Bereich Risikoanalyse und Gefährdungsmanagement

Gefährdungsidentifikation

Systematische Identifikation potenzieller Gefährdungen und kritischer Fehlerzustände auf System-, Subsystem- und Komponentenebene. Einsatz geeigneter Methoden wie FMEA, FMECA, HAZOP und HAZA.

Gefährdungsmanagement und Hazard Log

Strukturierte Dokumentation, Bewertung und Nachverfolgung identifizierter Gefährdungen im Hazard Log. Überwachung des Bearbeitungsstatus und der Umsetzung festgelegter Sicherheitsmaßnahmen.

Risikoanalyse und Risikobewertung

Untersuchung möglicher Fehlerursachen, Ereignisabläufe und sicherheitsrelevanter Auswirkungen. Bewertung identifizierter Risiken anhand geeigneter Analyseverfahren und projektspezifischer Risikokriterien.

Sicherheitsanforderungen und Risikominderung

Ableitung technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen zur Beherrschung identifizierter Risiken. Unterstützung bei der Definition, Zuordnung und Nachverfolgung von Sicherheitsanforderungen.

Analyse der Gefährdungsbeherrschung

Überprüfung, ob das aktuelle Systemdesign die definierten Sicherheitsziele erfüllt und identifizierte Gefährdungen ausreichend beherrscht. Einsatz geeigneter Methoden wie der Fehlerbaumanalyse (FTA).

Dokumentation und Sicherheitsnachweisführung

Strukturierte Aufbereitung von Gefährdungen, Analyseergebnissen und Sicherheitsmaßnahmen. Unterstützung bei der Erstellung der erforderlichen Nachweisdokumentation, beispielsweise im Rahmen von Sicherheitsnachweisen nach EN 50129.

CSM RA: Risikobewertung bei Änderungen im Eisenbahnsystem

Die Common Safety Method for Risk Evaluation and Assessment (CSM RA) legt ein europaweit harmonisiertes Verfahren zur Bewertung und Beherrschung von Risiken bei Änderungen am Eisenbahnsystem fest.

Grundlage ist die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 402/2013. Sie regelt unter anderem die Beurteilung der Signifikanz sicherheitsrelevanter Änderungen sowie das Risikomanagementverfahren für signifikante Änderungen.

Wann ist CSM RA anzuwenden?

Bei Änderungen im Anwendungsbereich der Verordnung ist zunächst zu prüfen, ob diese Auswirkungen auf die Sicherheit haben. Bei sicherheitsrelevanten Änderungen erfolgt eine Bewertung der Signifikanz anhand festgelegter Kriterien.

Wird eine Änderung als signifikant eingestuft, ist das Risikomanagementverfahren nach CSM RA anzuwenden. Dazu gehören die systematische Gefährdungsidentifikation, die Risikobewertung und Risikoakzeptanz, die Festlegung von Sicherheitsanforderungen sowie die Dokumentation der Ergebnisse.

Wie unterstützt ICS bei CSM RA?

ICS unterstützt bei der technischen Umsetzung der Risikoanalyse im Rahmen von Änderungsprojekten:

    • Analyse der geplanten Änderungen und ihrer sicherheitsrelevanten Auswirkungen
    • Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen
    • Fachliche Unterstützung bei der Risikobewertung
    • Ableitung und Nachverfolgung von Sicherheitsanforderungen und Risikominderungsmaßnahmen
    • Erstellung und Aufbereitung technischer Analysen und Nachweisdokumentation

Die Verantwortung für das Verfahren verbleibt beim jeweiligen Vorschlagenden (Proposer). Eine gegebenenfalls erforderliche unabhängige Bewertung erfolgt durch eine entsprechend qualifizierte Bewertungsstelle (AsBo).

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Methoden der Risikoanalyse: FMEA, FTA und PHA

Für die systematische Analyse von Gefährdungen und Sicherheitsrisiken kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich nach dem betrachteten Bahnsystem, der Projektphase und den relevanten Sicherheitsanforderungen.

Methode Anwendung
PHA (Preliminary Hazard Analysis) Frühzeitige Identifikation potenzieller Gefährdungen
FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) Systematische Untersuchung von Fehlerarten und ihren Auswirkungen
FMECA (Failure Mode, Effects and Criticality Analysis) Erweiterte Fehleranalyse mit Bewertung der Kritikalität
FTA (Fault Tree Analysis) Analyse möglicher Ursachen sicherheitskritischer Ereignisse
Hazard Log Strukturierte Dokumentation und Nachverfolgung von Gefährdungen und Maßnahmen

Die Methoden können einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Bewertung der Risiken und die konsequente Ableitung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen.

Risikoanalysen nach EN 50126, EN 50129 und CSM RA

Risikoanalysen in der Bahntechnik müssen unterschiedliche normative und regulatorische Anforderungen berücksichtigen. Welche Vorgaben relevant sind, hängt vom betrachteten System, der Projektphase und dem konkreten Anwendungsfall ab.gen.

Norm / Regelwerk  Relevanz für die Risikoanalyse
 EN 50126-1/-2  RAMS-Prozess, Risikomanagement und Ableitung von Sicherheitsanforderungen 
 EN 50129  Sicherheitsnachweisführung für sicherheitsbezogene elektronische Systeme der Signaltechnik 
 EN 50716  Softwareentwicklung für Bahnanwendungen und Umsetzung softwarebezogener Sicherheitsanforderungen 
CSM RA, Verordnung (EU) Nr. 402/2013 Risikomanagementverfahren bei signifikanten Änderungen am Eisenbahnsystem

ICS unterstützt bei der Anwendung der projektrelevanten Anforderungen und der Integration der Risikoanalyse in bestehende RAMS-, Entwicklungs- und Safety-Prozesse.

Wichtig: Risikoanalysen nach EN 50126 und das CSM-RA-Verfahren sind nicht gleichzusetzen. Beide können innerhalb eines Projekts relevant sein, erfüllen jedoch unterschiedliche normative beziehungsweise regulatorische Anforderungen.

Risikoanalysen für unterschiedliche Bahnsysteme

Schienenfahrzeuge und Retrofit

Gefährdungs- und Risikoanalysen bei der Entwicklung und Modernisierung von Schienenfahrzeugen sowie bei Änderungen an sicherheitskritischen Komponenten und Funktionen.

Stellwerke und Zugsicherung

Untersuchung sicherheitskritischer Funktionen, Systemarchitekturen und Schnittstellen in der Leit- und Sicherungstechnik.

ETCS und Bahnautomatisierung

Analyse möglicher Gefährdungen und sicherheitsrelevanter Wechselwirkungen in komplexen Steuerungs- und Überwachungssystemen.

Sicherheitskritische Software

Untersuchung softwarebezogener Gefährdungen sowie Unterstützung bei der Ableitung und Nachverfolgung von Sicherheitsanforderungen.

ICS: Ihr Engineering-Partner für Risikoanalysen in der Bahntechnik

Die ICS – Informatik Consulting Systems GmbH unterstützt Hersteller, Betreiber und Systemintegratoren bei Gefährdungs- und Risikoanalysen für sicherheitskritische Bahnsysteme.

Mit langjähriger Erfahrung im Safety Engineering, in der Softwareentwicklung und in der Systemintegration verbindet ICS die systematische Risikobewertung mit einem fundierten Verständnis technischer Zusammenhänge.

60 Jahre Engineering-Erfahrung

Seit 1966 entwickelt ICS Lösungen für komplexe und sicherheitskritische technische Systeme.

Spezialisierung auf Bahntechnik

Erfahrung mit sicherheitskritischen Bahnanwendungen, Leit- und Sicherungstechnik sowie komplexen Systemarchitekturen.

Safety und Software aus einer Hand

Wir verbinden Risikoanalysen und Sicherheitsanforderungen mit System- und Softwareentwicklung, Verifikation und Validierung sowie Sicherheitsnachweisführung.

Normenkompetenz und aktive Gremienarbeit

Unsere Experten arbeiten in relevanten Fach- und Normungsgremien mit und unterstützen bei der Anwendung von EN 50126, EN 50129, EN 50716 und CSM RA.

Success Story

ICS & Hitachi Rail: Erfolg in der Streckensicherung

ICS und Hitachi Rail sichern Bahnstrecken mit System: durch datengestützte Streckensicherung, abgestimmt auf Normen, Betreiber und reale Bedingungen.

Bahn auf Schiene mit hoher Geschwindigkeit

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Risikoanalyse für Bahnsysteme?

Eine Risikoanalyse für Bahnsysteme dient dazu, mögliche Gefährdungen zu identifizieren, ihre Ursachen und Auswirkungen zu untersuchen, Risiken zu bewerten und geeignete Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten. Sie bildet eine wichtige Grundlage für die funktionale Sicherheit und Sicherheitsnachweisführung.

Was ist der Unterschied zwischen Risikoanalyse und RAMS-Management?

Die Risikoanalyse konzentriert sich auf die Identifikation, Bewertung und Beherrschung von Gefährdungen. Das RAMS-Management betrachtet darüber hinaus Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Instandhaltbarkeit und Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Systems. Risikoanalysen sind damit ein Bestandteil des RAMS- und Safety-Managements.

Was bedeutet CSM RA?

CSM RA steht für Common Safety Method for Risk Evaluation and Assessment. Das Verfahren nach Verordnung (EU) Nr. 402/2013 regelt die harmonisierte Risikobewertung bei Änderungen am Eisenbahnsystem.

Wann ist eine Änderung nach CSM RA signifikant?

Die Signifikanz einer sicherheitsrelevanten Änderung wird anhand festgelegter Kriterien beurteilt. Dazu zählen unter anderem die Folgen eines möglichen Ausfalls, der Neuheitsgrad, die Komplexität, die Überwachbarkeit, die Umkehrbarkeit und die Berücksichtigung weiterer Änderungen.

Welche Methoden werden bei Risikoanalysen in der Bahntechnik eingesetzt?

Zu den etablierten Verfahren gehören PHA, FMEA, FMECA und FTA. Die Auswahl hängt vom betrachteten System, der Projektphase und den jeweiligen Sicherheitsanforderungen ab.

Unterstützt ICS auch bei Risikoanalysen für Retrofit-Projekte?

Ja. ICS unterstützt bei der Analyse sicherheitsrelevanter Änderungen und der Bewertung möglicher Gefährdungen, beispielsweise bei der Modernisierung bestehender Schienenfahrzeuge oder der Integration neuer Komponenten.

Welche Dienstleister führen Risikoanalysen für Bahnsysteme durch?

Spezialisierte Safety-Engineering-Dienstleister wie ICS unterstützen Hersteller, Betreiber und Systemintegratoren bei Gefährdungsanalysen, Risikobewertungen und Sicherheitsnachweisen. ICS bietet hierzu Engineering-Leistungen im Bereich funktionale Sicherheit, RAMS und sicherheitskritische Bahnsysteme an.

Risikoanalyse für Ihr Bahnprojekt anfragen

Ob Neuentwicklung, Retrofit oder sicherheitsrelevante Systemänderung: ICS unterstützt Sie bei der strukturierten Identifikation, Bewertung und Beherrschung von Sicherheitsrisiken.

Besprechen Sie Ihre Anforderungen mit unseren Safety-Experten und erfahren Sie, wie ICS Sie bei der Risikoanalyse und Sicherheitsnachweisführung unterstützen kann.